Heisse Bettgeschichte mit junger Anhalterin.
Es war wenig Verkehr auf der Autobahn, als ich rechts blinkte und auf die Bundesstrasse abfuhr. Kein Wunder, denn es war schon kurz nach zwölf in der Nacht. Mein roter Kombi brauste durch die Dunkelheit einer kalten Novembernacht gen Heimat. Etwas abgespannt vom stressigen Tag auf der Büromöbelmesse freute ich mich darauf, in einer guten Stunde wieder zu Hause in meiner warmen Wohnung zu sein. Ich hatte mein Jacket aufgeknöpft und die Krawatte auf den Rücksitz geworfen, die Lüftung blies mir heisse Luft an die Füsse. So war es auszuhalten… Es fing leicht an zu nieseln als ich in die nächste Ortschaft kam. Ein recht verschlafenes Nest, wenn dort nicht am Ortsausgang die Disco mit dem echt besten Discjockey der ganzen Umgebung gewesen wäre.
Ich bremste ab, da hier wieder mal alles kreuz und quer parkte und man jederzeit damit rechnen musste, dass ein Angetrunkener auf die Strasse lief. In der Tat war da jede Menge Volk unterwegs. Langsam fuhr ich an der Disco vorbei. Ein paar Meter weiter standen Einige, die wohl gern “per Daumen” in den nächsten Ort mitgenommen werden wollten. Drei waren es, zwei davon Frauen. Warum nicht… Ich hielt an und öffnete die Beifahrertür. “Fahren sie nach Ärmshausen?” fragte mich die Dunkelhaarige. “Liegt auf dem Weg,” gab ich knapp zurück. “Danke!” Die Drei stiegen hastig ein und ich fuhr wieder los.
“Ahhh, schön warm haben sie es hier. Ist echt verdammt kalt draussen,” hörte ich Momente später die andere weibliche Stimme von hinten. “Jau, kann man wohl sagen,” war mein Kommentar. “Könnt mich aber ruhig Duzen. Ist in unserem Alter immer ein so komisches Gefühl, wenn man mit SIE angeredet wird. Lasst euch von meinen Klamotten nicht irritieren. Braucht man auf der Messe leider. Da komme ich nämlich gerade her…” Ich muss in meinem Anzug wohl ziemlich seriös gewirkt haben. Dabei bin ich eigentlich mehr so ein kumpelhafter Typ. Naja, auf jeden Fall wechselten wir noch ein paar Worte, meistens recht belanglose Sachen, aber trotzdem irgendwie nicht aufgezwungen.
Nebenbei erfuhr ich, wie die Drei hiessen, dass Petra zu Besuch bei dem Pärchen war, sie sich einen netten, teilweise feuchtfröhlichen Abend gemacht hatten, dann feststellen mussten, dass leider ihr Wagen nicht mehr so wollte, wie sie es gerne gehabt hätten und sie nun froh waren, jemanden gefunden zu haben, der sie wieder zurückbrachte. Zehn Minuten später waren wir dann in Ärmshausen und ich fuhr die Drei noch bis vor die Haustüre, da es inzwischen ziemlich heftig angefangen hatte zu regnen. “Möchtest Du nicht noch auf einen schönen, heissen Kaffee mit raufkommen?” schlug mir Peter vor. “So als Dankeschön fürs Mitnehmen…” Der Mann musste den siebten Sinn gehabt haben, denn so ein richtig schöner Milchkaffee war genau das, was ich jetzt brauchte.
Ich stellte meinen Wagen ab und folgte den Anderen durchs Treppenhaus hinauf in die dritte Etage, in eine sehr gemütlich eingerichtete Wohnung. “Vorsicht! Mein Gästebett…” warnte mich Petra, als wir ins Wohnzimmer kamen, und fast wäre ich auch schon über die Matratze gestolpert, die dort aufgebaut war. Durchs Wohnzimmer gelangten wir in die Küche und Monika machte sich sofort daran einen Kaffee aufzusetzen. Ich stand noch etwas unschlüssig in der Tür, als mich Peter auf einen freien Küchenstuhl dirigierte. Petra machte sich währenddessen am Kühlschrank zu schaffen und fragte, ob denn sonst noch jemand Appetit auf einen kleinen Happen hätte. Aufgrund allgemeiner Zustimmung wurde noch ein kleines Nachtmahl mit Käse, Wurst und Schinken angerichtet.
Ich fand das echt Klasse, dass man mich, einen völlig Unbekannten, einfach so mit einbezog. Ich kam mir vor, als wäre ich mit einer Clique alter Freunde zusammen. Ich fühlte mich echt wohl und dachte mir, was das wohl für ein Zufall war, der mich kurz vor zu Hause in eine so nette Gesellschaft verschlagen hatte. Doch plötzlich wurde ich von einem durchringenden “Krahh” so aufgeschreckt, daß mir fast das Messer aus der Hand fiel. Hinter mir stand im Halbdunkel ein Vogelkäfig, in dem sich ein schwarzer Mini-Rabe, oder was auch immer das gewesen sein mag, wohl in seiner Ruhe gestört fühlte und einmal kräftig Laut gab. Die anderen mußten lachen. Habe wohl einen ziemlich verschreckten Blick draufgehabt. “Keine Angst, das ist nur Lori, unser Hausgeist.” Naja, nach dem Schreck gab’s dann aber erst mal einen frischen, heissen Kaffee. Die nächste halbe Stunde wurde dann erstmal mit einem gemütlichen Nachtschmaus verbracht. Dabei haben sich Peter und ich in ein sehr interessantes Gespräch über Psychologie verwickelt. Da hatten sich wieder einmal die Passenden gefunden…
Mittlerweile war es schon fast halb zwei geworden, als Monika auf einmal nur in Slip und BH in der Küchentür erschien. Wir waren so in die Diskussion vertieft, daß ich gar nicht bemerkt hatte, daß sie bereits seit einer ganzen Weile die Küche verlassen hatte. “Kommst Du?” waren ihre Worte und sie sah dabei Peter auffordernd an. “Bin gleich wieder da,” unterbrach er unsere Diskussion und verschwand mit seiner Frau oder Freundin, ich wußte es nicht, aus dem Zimmer.
Petra hatte wohl unserer Diskussion gelauscht und nebenbei den Vogel mit einer Knabberstange vom Schlaf abgehalten. “Hast Du mal Psychologie studiert?” fragte sie mich, als ich mich ebenfalls dem Käfig zuwandte. “Nein, leider nicht. Das ist nur so ein Steckenpferd von mir. Meine Eltern hatten damals leider nicht mitgespielt und ich musste einen richtigen Beruf lernen, wenn Du weißt, wie ich das meine.” “Jo, schon klar. Bei meinen Eltern war das genau so. Habe mich dann letztendlich aber doch durchgesetzt und angefangen, Musik zu studieren. Ist irgendwie auch so eine brotlose Kunst, macht aber sehr viel Spaß. Nebenbei verdiene ich mir ein paar Mark, indem ich Querflöte spiele, meist im Orchester, aber auch solo. Bin da ziemlich gut drin.” “Hört sich nach Klassik an, oder täusche ich mich da. Bin nämlich ein grosser Klassikfan, zum Schrecken aller meiner Freunde, die da gar nicht drauf stehen.” “Doch, da liegst Du genau richtig. Aber wenn Du Musik studierst, dann mußt Du auch Klassik-Anhänger sein.
Anders geht das gar nicht.” Und schon wieder hatte ich ein interessantes Thema angeschnitten, was mich die nächsten zehn Minuten in ein tiefgreifendes Gespräch verwickelte. Dann fand ich es aber an der Zeit, zu gehen. Nachdem Peter nicht wieder aufgetaucht war, kam ich mir irgendwie störend und fehl am Platze vor. Petra wußte auch nicht, wo er abgeblieben war, meinte aber, daß er wohl zwangsweise zum Schlafzimmerdienst verdonnert worden war und schmunzelte dabei, als sie dies sagte. Sie begleitete mich an die Tür und ich bat sie, Monika und Peter meinen Dank für das nette Essen auszurichten.
Als ich dann unten die Haustüre öffnete und mir der Regen entgegenplätscherte, fiel es mir wieder siedend heiß ein: Mein Mantel war noch oben. Also wieder die Treppe rauf und an die Tür geklopft. Klingeln wollte ich nicht, weiss auch nicht warum, hätte mir aber sicherlich auch niemand übel genommen. Petra öffnete die Tür und sah mich fragend an. Ich sah sie ebenfalls an und wußte erst gar nicht, was ich sagen sollte. Komisches Gefühl. “Äh, mein Mantel…” begann ich dann. “Tschuldigung, hatte ich auch nicht mehr daran gedacht. Komm noch mal eben rein. Wo hattest Du den denn hingehängt?” Drei Schritte, dann war ich an der Garderobe und da hing er auch. Ich nahm ihn vom Haken und wandte mich wieder zur Tür, wo Petra noch stand. Ich ging auf sie zu, sie blickte mir in die Augen, ich blickte ihr in die Augen. “Tschüss,” sagte ich leise und zögerte. Doch dann fielen wir uns in die Arme. Es passierte alles von ganz alleine. Wir konnten uns gar nicht dagegen wehren. Es war wie ein Magnet, der erst Ruhe gab, als wir uns ganz nah spürten, fest umarmten und das Atmen des Anderen spürten. Mein Mantel glitt mir aus den Fingern, angenehm warm fühlte sie sich an. Ihr fraulicher Duft vermischt mit einem leichten Parfümhauch stieg mir in die Nase. Auf einmal stand die Zeit einfach still. Ich löste mich ein wenig von ihr, bis unsere Gesichter voreinander waren. Wir blickten uns tief in die Augen. Ich merkte nicht, daß wir uns bewegten, aber plötzlich berührten sich unsere Lippen ganz sachte. Langsam öffnete sich ihr Mund und ihre Zungenspitze tastete vorsichtig über meine Oberlippe. Wie gefangen war ich durch den Blick ihrer rehbraunen Augen, als ich ebenfalls meine Lippen öffnete und sich schliesslich unsere Zungenspitzen begegneten. Ein angenehmer Schauer durchlief meinen Körper und wie in Trance schloß ich meine Augen. Wir pressten unsere Lippen fest aufeinander und spielten mit unseren Zungen, strichen über die Zähne des Anderen. Ich spürte am ganzen Körper nur noch sie. Mir war, als würde sich alles drehen und ihr ging es wohl genauso. Wie gut, daß einen guten Meter weiter ihr “Gästebett” in Form einer Matratze auf dem Boden lag.
Ohne richtig überlegen zu können, sanken wir fest umschlungen im Zungenkuß vertieft auf die Matratze nieder. Meine Hände strichen über ihren zarten, weiblichen Körper, ich spürte ihre Finger durch meine Haare gleiten, spürte einfach nur noch sie. Es war wie ein plötzlicher Rausch, ein Traum. Ich konnte noch gar nicht begreifen, was sich da innerhalb weniger Sekunden zwischen uns abspielte. Ich nahm nur noch ihre Nähe wahr, ihre feuchten Lippen, ihren Körper, der sich an mich schmiegte, ihre Bewegungen, ihren Atem, ihr Herzklopfen. Mir war, als würde ich durch die Luft schweben, tausend bunte Lichter um mich herum flackern, völlig eingehüllt in den Duft ihrer Haare. Wir wußten, daß das nicht die einzige Nacht bleiben würde, die wir miteinander verbringen würden.