Die roten spitzen Ihrer Brüste …
Sie ist eine von diesen Frauen, deren Erotik sich nicht gleich auf den ersten Blick offenbart.
Etwas schüchtern wirkt sie, den Körper meist unter weiter Kleidung vor neugierigen Blicken verborgen. Seit neun Monaten arbeite ich nun neben ihr, sitze Tag für Tag im selben Büro und verbringe die Mittagspausen mit ihr.
Wir verstehen uns prächtig, teilen unsere Meinungen, lachen und zanken miteinander.
Doch heute ist es unnatürlich heiß in dem kleinen, hellen Büro. Und das liegt nicht allein an der flimmernden Hitze, die anstelle der erwünschten Abkühlung durch das geöffnete Fenster dringt…
Sie trägt einen langen, ungewöhnlich engen Rock mit einem winzigen Schlitz hinten, der einen Teil ihrer Wade entblößt. Die Bluse wirkt durchsichtig, da sie in der Mittagspause ihren Büstenhalter ausgezogen hat. Auch die Nylonstrümpfe mußten der Hitze weichen, und so sitzt sie nun, nackter als üblich, barfuß auf ihrem Stuhl, in irgendwelche Akten vertieft.
Ich muß zugeben, daß die rosa Spitzen ihrer Brüste, die durch den dünnen Blusenstoff schimmern und ihre Existenz eigentlich nur erahnen lassen, angenehm ablenkend auf mich wirken. Ich muß sie wohl eine ganze Weile so angestarrt haben, denn sie sieht plötzlich lächelnd auf, zieht die rechte Augenbraue hoch und fragt, woran ich wohl denke.
Die Schamesröte, die mein Gesicht überzieht, jagt eine zweite Hitzewelle durch meinen Körper. Ich fühle mich schrecklich ertappt, wie ein kleiner Schuljunge, der zum erstenmal bei einer Klassenarbeit schummelt. Ich kann ihr ja kaum gestehen, daß ich seit Minuten über ihre Brüste sinniere! Daß diese kleine, vorwitzige Brustwarze in mir Phantasien auslöst, von deren Existenz ich bislang nicht einmal etwas geahnt habe.
Ich murmele etwas von dem schwierigen Problem, über das ich intensiv nachdenken müßte, und senke schuldbewußt den Kopf. Doch die Buchstaben auf dem Blatt Papier vor mir tanzen einen erotischen Reigen, werden zusammenhanglos und unbedeutend.
Sie lehnt den erhitzten Oberkörper zurück, fächelt mit einer Akte kühle Luft herbei und seufzt. Ihr Rock ist höher gerutscht und erlaubt mir einen Blick auf ihre langen, schlanken Beine, deren helle Haut sanft glitzert von den winzigen Schweißperlen, die sich auf dem blonden Flaum gesammelt haben.
Auch ich öffne den oberen Knopf meines T-shirts, um mir Erleichterung zu verschaffen. “Soll ich mal runtergehen und nach einem Ventilator fragen?” Gute Idee, ich nicke und sie schlüpft mit diesen kleinen Füßen, deren Nägel sorgfältig geschnitten und gefeilt sind, in ihre flachen Lederschuhe.
Als sie aufsteht, gibt der Stuhl ein schmatzendes Geräusch von sich, das mich nur noch an eines denken läßt. Sie geht zur Tür hinaus und läßt mich zurück mit den wilden Gedanken an ihre Brustwarzen und diesen obszönen Ton des Kunstleders.
Die Luft ist schwül, der Raum durchdrungen von unserem Schweiß. Ich lecke eine Schweißperle von meiner Oberlippe. Salzig wie die Haut nach leidenschaftlichem Sex. Meine Güte, was ist bloß heute mit mir los? Normalerweise ist mir bei einer solchen Hitze gar nicht nach Leidenschaft zumute.
Mein Blick fällt auf ihre Handtasche, die unter dem Stuhl steht. Der weiße Büstenhalter, zierlos und schlicht, ragt ein kleines Stückchen hervor. Darunter sehe ich die achtlos zusammengeknüllte hautfarbene Strumpfhose, die wahrscheinlich nach ihrem Schweiß riecht.
Ich überlege kurz, ob ich sie aus der Tasche ziehen soll, aber die Gefahr, bei dieser peinlichen Aktion entdeckt zu werden erscheint mir zu groß.
Ich verzichte darauf und versuche, meine Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Ich schließe die Augen und stelle mir einen riesigen Eimer voller Eis vor. Kaltes, glitschiges Eis, erfrischend und abkühlend.
Ich lächle. Ich nehme einen Eiswürfel in die Hand, reibe meine heiße Stirn damit ab, lutsche daran. Und lasse ihn aus meinem Mund gleiten, um ihn ihr langsam, ganz sanft, den Innenschenkel hinauf zwischen die Beine zu stecken, wo er in der Glut sofort zu Wasser schmilzt und sich mit der Feuchtigkeit ihrer Leidenschaft zu einem zähen Saft vermischt…
“So, jetzt wird’s kühler bei uns.” Ihr Lachen durchdringt die Stille; abermals fühle ich mich unangenehm erwischt. Unbeholfen springe ich von meinem Stuhl auf, um ihr mit dem Ventilator zu helfen, doch sie winkt ab. Sie zieht das große Ding hinter sich her in den Raum hinein, stellt es ab und bückt sich, um den Stecker anzuschließen.
Der enge Rock spannt sich über ihrem straffen Po und gestattet mir eine Ahnung von diesen weißen, vollkommenen Backen, die in meiner Phantasie zu glitzernden, schneebedeckten Hügeln werden.
Die Hitze ist wirklich unerträglich, und selbst der Ventilator kann mir nicht mehr helfen. Auch meine Schuhe stehen jetzt unter dem Tisch, meine nackten Füße strecke ich in den kleinen Windzug, den das Gerät auf uns pustet. Wir sitzen nebeneinander, unsere Füße dicht nebeneinander, und schließen die Augen.
Sie summt leise vor sich hin, wiegt den Oberkörper im Takt der unbekannten Musik. Ihre Stimme treibt mir einen wohligen Schauer über den Rücken, wie zufällig berühre ich mit meiner kleinen Zehe ihren Fuß. Er zuckt nicht zurück.
Langsam werde ich mutiger, reibe die Zehe an ihrer Ferse. Eine kleine Bewegung ist zu spüren. Ich pirsche mich näher an sie heran, mein Fuß geht auf eine kleine Entdeckungstour durch den Dschungel der weichen blonden Härchen auf ihrer Wade.
Sie summt etwas lauter, ihr Oberkörper wird starr. Ihre Augen sind noch immer geschlossen. Eine Gänsehaut läßt den Flaum aufrecht stehen, so daß ich ganz leicht mit der empfindlichen Unterseite meines Fußes darüber gleiten kann.
An ihrem Knie angelangt verläßt mich der Mut und ich ziehe den Fuß zurück. Sie hört auf zu summen und sieht mich lächelnd an. Dann steht sie auf. “Ich geh jetzt.”
Ich nicke stumm und bleibe sitzen. So sitze ich noch etwa eine halbe Stunde, nachdem sie das Büro verlassen hat, mit einem schmerzenden Stechen in der Brust bei dem Gedanken an ihre weiße Haut und die rosafarbene Brustwarze, mit der alles angefangen hat.
Zu Hause angelangt verspüre ich noch immer ein brennendes Verlangen, und trotz der Hitze sinke ich in die Kissen und lasse mich auf eine leidenschaftliche Nacht ein. Mit der Erinnerung an ihre sanfte Stimme und die winzigen Schweißperlen auf den Härchen verschmelze ich mit meinem Mann zu überwältigender Ekstase, und er wundert sich, wie anregend so ein heißer Sommertag doch wirken kann….